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Mittwoch, den 19. August 2009 um 23:38 Uhr |
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Es wird Zeit für eine neue Rubrik.
Eigentlich wollte ich sie „Haushaltstipps für Vollidioten“
nennen, aber das schien mir so negativ mir selbst und auch etwaigen
Lesern gegenüber. Ich entscheide mich also für „Hausfrauen fragen
nicht – Jojo antwortet trotzdem“.
Fangen wir mit einem ganz elementaren
Tipp an: Bei gefühlten 40°C Außentemperatur sollte man alles
Erdenkliche tun um nicht in den Bann dieses Putzteufels zu geraten
von dem alle reden. Einmal in seinem infernalischen Strudel gefangen
kann es nämlich durchaus passieren, dass man nicht mehr merkt wie
furchtbar überhitzt man schon ist und sich selbst in eine Art
Raumpflege-Trance versetzt. Ist es erstmal so weit gekommen, ist
jeder Versuch sich aus eigener Kraft den Fängen des reinlichen
Lichtbringers zu entwinden zu grandiosem Scheitern verurteilt. Man
wirft sämtliche Grundsätze über Bord und gibt sich mit manischer
Freude selbst solchen Tätigkeiten hin, die man bislang aus
Glaubensgründen strikt abgelehnt hat.
Als Beispiel sei folgendes angeführt:
Ich lebte im festen Glauben daran, dass der Schließmechanismus von
Fenstern sich nicht nur deshalb so großer Beliebtheit erfreut, weil
er bei sachgemäßer Handhabung dabei helfen kann, den Geruch in der
Wohnung zu verbessern, sondern darüberhinaus einen geheimen Mehrwert
mit sich bringt, den einige meiner Mitmenschen einfach noch nicht
verstanden haben. Man kann Fenster schließlich genau dann öffnen,
wenn man das Bedürfnis verspürt aus ihnen herauszuschauen, was den
Akt des Fensterputzens in meiner Welt als völlig obsoleten
Zeitvertreib erscheinen ließ. Doch mein starker Glaube wurde unter
dem dämonischen Einfluss des Seifen-Satans arg erschüttert als ich
mich urplötzlich inmitten eines beinahe apokalyptisch sauberen
Schlachtfeldes wiederfand, bewaffnet mit einem Eimer nahezu
jungfäulichen weil kurz zuvor gewechselten Putzwassers, und mein
Auge eine feindliche Truppe erblickte, die mir bisher durch die
Putzlappen gegangen war: Genau... die Fenster! Geschwächt und völlig
aufgeweicht aber von unheiligem Zorn angetrieben beschloss ich keine
Gefangenen zu machen und begann unverzüglich damit, die absolute
Annihilation des Schmutzes voranzutreiben. Jetzt sitz ich hier... bin
völlig ausgelaugt, habe das Gefühl dem Wahnsinn verfallen zu sein
und dabei meine Ideale verrraten zu haben. Aber immerhin ist alles
schön sauber. Wenn Du, furchtloser Leser, Dich
tatsächlich nicht vom geschilderten Erlebnis abschrecken lässt und
beschließt, dem Biest in seine hygienisch-hässliche Fratze zu
lachen, so nimm zumindest diesen einen Ratschlag von einem
altgedienten Veteranen des Blitzblank-Batallion an: Niemals, wirklich
niemals sollst Du ein gestreiftes Hemd tragen wenn Du die Fenster
putzt. Denn wenn Du auf dem Kreuzzug zu streifenfreiem Glanz damit
anfängst, Dein eigenes Spiegelbild bis zur völligen Erschöpfung
mit einem Fensterleder zu bearbeiten, so ist Deine geistige
Gesundheit kurz davor, einfach von Dir mit weggewischt zu werden. |
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Donnerstag, den 13. August 2009 um 15:07 Uhr |
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Muahahahaaaa! Ich gebe zu: Die Idee ist nicht von mir; bekam die Tage ein Bild geschickt (an dieser Stelle Dankeschäin an Christian), das mich in unregelmäßigen Abständen immer wieder in Lach-, Heul-, und Pipi-Krämpfe ausbrechen ließ. Habe es allerdings nochmal nachgesetzt; nicht zuletzt um eine Repro-fähige Vorlage zu haben, die passend zur nächsten Festivalsaison ein Shirt zieren kann, das dann wiederum meinen Leib zieren möge. Und das obwohl ich mir dazu sagen lassen musste, dass es wohl ein ungeschriebenes Gebot gibt, das dieses verbietet (was es ja von einem Ge- zu einem Verbot macht... sollte man mal generell drüber nachdenken; die wenigsten Gebote teilen einem ja mit, was man darf, sondern eher was man tunlichst zu unterlassen hat.) Ich denke aber sowieso, dass die betreffende Person einfach wirr phantasierte als sie mir sinngemäß mitteilte "Thou shalt not use thy powers to get Black Metal bitches laid". Hier isses:
Nachtragend sei angemerkt: Der durch den Blick auf meine Last.fm-Playlist und die darin enthaltenen Kriegslieder etwas selbstironische Aspekt dieses Eintrags ist mir durchaus bewusst. \m/
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Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 07:35 Uhr |
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»Das Wort ›Buddha‹ ist im Sanskrit und in den von ihm abgeleiteten mittelindischen Sprachen die Stammform des Participiums praeteriti passivi, von der Verbalwurzel ›budh‹, das heißt ›erwachen‹; es bedeutet also ›der Erwachte‹ und besagt damit, dass jemand, dem dieser Name zuteil wird, aus der Nacht des Irrtums zum Lichte der Erkenntnis erwacht ist.« So steht's bei Wikipedia geschrieben, wo ich heute morgen eigentlich etwas ganz anderes nachschlagen wollte. An sich ein ganz löbliches Vorhaben wie ich finde. Man kann ja ruhig hin und wieder mal was dazu lernen oder die Richtigkeit von gelernt geglaubtem überprüfen. Statt mich aber wie sonst nach dem Konsum von fundiertem Halbwissen auch nur ansatzweise klüger zu fühlen als vorher, kam ich mir unheimlich dumm vor. Zu meiner Verteidigung kann ich immerhin vorbringen, dass es ca. 7.00 Uhr war, ich mich also irgendwie noch deutlich näher an der Nacht des Irrtums befand als am Lichte der Erkenntnis, was dadurch verstärkt wurde, dass ich in besagter Nacht des Irrtums recht wenig geschlafen hatte und die Qualität dieses wenigen Schlafes in möglichst moderaten und kurzen Worten ausgedrückt als "na ja, so la la" bezeichnet werden könnte. Trotzdem verspürte ich diesen leichten Wissensdurst und versuchte ihn durch Anklicken mehrerer Querverweise auf möglichst ausgewogene Art und Weise zu löschen. So kam ich dann über Umwege auf diese Seite, las die Überschrift und schämte mich einen kurzen Moment darauf ganz fürchterlich ob meiner gerade entdeckten geistigen Limitiertheit. Denn der erste Gedanke, der durch meine halbherzig funktionierenden Gehirnwindungen waberte und sich für meinen Geschmack mindesten dreieinhalb Momente zu lange dort aufhielt war leider "Huäääh? Siddhartha war doch gar kein Hesse sondern Inder." Gelernt habe ich trotzdem was: Erst Kaffee, dann Bildung. |
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